Perito Moreno - Circuito Azara

Als letzte große Wanderung im Nationalpark Perito Moreno stand der Circuito Azara an. Wir waren gespannt ob die Wanderung uns so sehr begeistern wird, wie der Rest des Parks. Der Nationalpark war bisher eines unserer großen Highlights in Argentinien. Wenn ihr wissen wollt, was wir sonst im Park erlebt haben, könnt ihr hier eine Übersicht inklusive Wanderkarte finden. 

Circuito Azara

Der Circuito Azara ist der längste der Wanderwege im Park (Karte in voller Qualität). Man kann unterschiedliche Strecken wählen. Wir haben uns für folgende Tour entschieden:

Tag1: Sendero Roca Azul -> Refugio Tucuquere

Tag 2: Sendero Laguna Clara -> Refugio Azara 

Tag 3: Sendero Brazo Belgrano -> Sendero Laguna Islote  -> Sendero Roca Azul 

Sendero Roca Azul

Wer wie wir bereits die Wanderung auf der Peninsula Belgrano gemacht hat, dem werden einige Streckenabschnitte bekannt vorkommen. Natürlich ist der Weg selber ein anderer. Der Weg verläuft jedoch parallel zur Peninsula, lediglich auf der anderen Seite des Wassers. Die Blicke, insbesondere auf das absurd klare Wasser sind wieder einmal faszinierend. 

Dennoch war dieser Streckenabschnitt nicht der schönste, da wir ähnliches bereits im Park gesehen haben. Es mag verrückt klingen, aber die Wanderung sollte noch soviel schöner werden. Auf dem Abschnitt Roca Azul waren wir leider auch sehr stark dem Wind ausgesetzt. Der Weg war ansonsten sehr gut zu laufen und ungefährlich. Der sehr starke Wind machte uns aber insbesondere zu schaffen, wenn er uns entgegenkam.

Sendero Laguna Clara

Nach einer Nacht im Refugio Tucuquere wachte Fabian leider mit einer Erkältung auf. Wir entschieden uns dennoch weiterzulaufen. Die Sendero Laguna Clara verlief mehr landeinwärts und die großen Highlights blieben unterwegs aus. Nach bereits 7 Tagen im Park überlegten wir, ob wir nicht die falsche Entscheidung getroffen haben und angesichts der noch beginnenden Erkältung Fabian's hätten umkehren sollen. Als wir Richtung Refugio Azara kamen waren sämtliche Überlegungen vergessen.

Wir fanden das Highlight im gesamten Park vor. Die Ausblicke waren unglaublich. In Mitten dieser Landschaft stand unsere Schutzhütte für die Nacht. Es war ein Traum!
Die Kraft der Natur und deren Unberührtheit gab auch Fabian temporär wieder Kraft. Vor dem Schlafengehen bestaunten wir nochmal die großen Wasserfälle, die wenige Meter von der Hütte entfernt sind.

Sendero Brazo Belgrano u. Sendero Laguna Islote 

Für den letzten Tag hatten wir uns einen langen Rückweg eingeplant. Als Backup hatten wir uns eine Nacht beim Refugio Tucuquere gesichtert, planten diese aber nur im Notfall zu nutzen. Fabians Erkältung bewegte uns aber eher dazu durchzuziehen, damit Fabian sich im Camper mit Hilfe der dortigen Apotheke, Tees und warmen, frischen Klamotten ordentlich erholen kann. Das absolute Highlight am Refugio Azara hinter uns lassend machten wir uns zügigen Schrittes auf die lange Tagesstrecke. Auch hier sind die Wege gut beschildert und in gutem Zustand gewesen. 

Fazit

Die Landschaft rund ums Refugio Azara ist unbeschreiblich traumhaft. Angesichts der längeren Wanderung dorthin findet man hier einen Ort für sich, der einzigartiger nicht sein könnte. Eine absolute Empfehlung und einer unserer Lieblingsorte auf dieser Welt! Die lange Runde über die Sendero Brazo Belgrano und die Sendero Laguna Islote sei jedem empfohlen, der noch nicht die Peninsula Belgrano gegangen ist oder verständlicherweise nicht genug vom Nationalpark bekommen kann. Das Highlight ist aber am Refugio Azara.

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